Selbstliebe ist für mich kein Zustand, den man erreicht.
Sie ist auch kein dauerhaftes Gefühl von Stärke oder Zufriedenheit.
Selbstliebe ist etwas Bewegliches. Etwas, das kommt und geht.
Manchmal zeigt sie sich darin, weiterzumachen.
Manchmal genau darin, stehenzubleiben.
Nicht härter zu werden, sondern ehrlicher mit mir selbst.
Ich habe lange gedacht, Selbstliebe bedeute, sich immer anzunehmen.
Heute weiß ich: Sie beginnt oft dort, wo ich mich gerade nicht mag
– und trotzdem bleibe.
Selbstliebe heißt für mich, mich nicht zu verlassen.
Nicht in schwierigen Phasen.
Nicht in Momenten von Zweifel, Scham oder Müdigkeit.
Sie ist leise.
Sie muss nicht gefeiert werden.
Sie zeigt sich im Alltag, in kleinen Entscheidungen,
in der Art, wie ich mit mir spreche, wenn niemand zuhört.
Meine Sicht auf Selbstliebe ist keine perfekte Haltung.
Sie ist ein Üben.
Ein immer wieder Zurückkommen zu mir –
auch dann, wenn es unbequem ist.
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