Meine Energie ist nichts Abstraktes.
Ich spüre sehr genau, wann sie da ist – und wann sie langsam weniger wird.
Deshalb habe ich gelernt, achtsam mit ihr umzugehen.
Nicht aus Egoismus, sondern aus Verantwortung mir selbst gegenüber.
Ich schütze meine Energie, indem ich nicht alles mitmache.
Nicht jede Stimmung übernehme.
Nicht auf jede Erwartung reagiere.
Früher dachte ich, ich müsse verfügbar sein, freundlich, anpassungsfähig.
Heute weiß ich: Ich darf auswählen.
Manches beginnt ganz klein.
Pausen, bevor ich antworte.
Abstand, wenn mir etwas zu nah kommt.
Ein inneres Nein, auch wenn es nach außen ruhig bleibt.
Ich habe gelernt, dass meine Energie stark mit meiner Ruhe verbunden ist.
Zu viele Eindrücke, zu viel Lärm, zu viele Reize –
und ich verliere den Kontakt zu mir.
Deshalb brauche ich Rückzug.
Nicht als Flucht, sondern als Rückkehr.
Ich achte darauf, wie sich Dinge anfühlen.
Nicht, wie sie wirken sollten.
Wenn etwas dauerhaft Kraft kostet, schaue ich hin.
Manchmal darf sich dann etwas verändern.
Manchmal darf es einfach weniger werden.
Meine Energie zu schützen heißt für mich auch,
nicht hart mit mir zu sein, wenn es mir zu viel wird.
Ich muss nicht immer belastbar sein.
Ich darf müde sein.
Und ich darf darauf reagieren.
Energie schützt man nicht durch Kontrolle.
Sondern durch Nähe zu sich selbst.
Durch Ehrlichkeit.
Und durch das Vertrauen, dass ich mir zuhören darf.
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