Kleine Rituale, die mich Erden

Ich habe Rituale.

Keine strengen Regeln – aber klare, kleine Abläufe, die mir guttun.


Mein Morgen braucht Zeit.

Ich werde nicht schnell wach.

Ich frühstücke in Ruhe.

Kaffee habe ich mir abgewöhnt – und das war richtig für mich.

Stattdessen liebe ich Stille oder leise Musik, die mich langsam in den Tag begleitet.


Früher war ich ein echter Morgenmuffel.

Heute nicht mehr.

Heute lächle ich sogar, wenn jemand anderes einer ist.

Vielleicht, weil ich gelernt habe, mir morgens keinen Druck mehr zu machen.


Mir ist es wichtig, mich einzumummeln.

In eine kuschelige Decke oder in meinen Bademantel.

Das klingt banal – ist es aber nicht.

Früher besaß ich weder eine Kuscheldecke noch einen Bademantel.

Heute weiß ich, wie sehr mir genau diese kleinen Dinge Halt geben.


Ich plane mir bewusst viel Zeit ein.

Nicht, weil immer alles perfekt laufen muss,

sondern damit ich alles ohne Stress angehen kann.

Und wenn es mal nicht gelingt, ist das kein Weltuntergang.

Ich merke dann einfach:

Mit meinen Ritualen bin ich deutlich entspannter.


Entspannung musste ich lernen.

Sie kam nicht von selbst.

Heute ist sie für mich ein wichtiger Bestandteil von Achtsamkeit

– und von Selbstliebe.

Diese Rituale machen mein Leben nicht spektakulärer.

Aber sie machen es weicher.

Und ruhiger.

Und genau das erdet mich.

0 commentaire

Laisser un commentaire