Ehrlichkeit bedeutet für mich nicht, alles auszusprechen.
Und auch nicht, immer stark oder konsequent zu sein.
Ehrlichkeit beginnt viel früher – bei mir selbst.
Sie zeigt sich in Momenten, in denen ich mir eingestehe,
dass etwas gerade nicht geht.
Dass ich müde bin.
Überfordert.
Oder einfach nicht so weit, wie ich dachte, ich müsste es sein.
Ehrlich zu sein heißt für mich, mich nicht zu übergehen.
Mich nicht kleiner zu reden, aber auch nicht größer zu machen,
als es sich gerade anfühlt.
Nicht alles schönzufärben – und auch nicht dramatisieren.
Ich habe gelernt, dass Ehrlichkeit leise sein darf.
Sie muss nicht erklären, nicht rechtfertigen, nicht überzeugen.
Manchmal reicht es, innerlich zu nicken und zu sagen:
So ist es gerade.
Ehrlichkeit bedeutet auch, Grenzen wahrzunehmen.
Zu merken, wann etwas nicht mehr stimmig ist.
Wann ein Ja eigentlich ein Nein wäre.
Und den Mut zu haben, dem nachzugehen.
Für mich ist Ehrlichkeit eng verbunden mit Selbstliebe
und mit Achtsamkeit.
Denn nur wenn ich ehrlich mit mir bin,
kann ich mir wirklich nah bleiben.
Ehrlichkeit macht das Leben nicht immer leichter.
Aber sie macht es klarer.
Und echter.
Und genau das ist mir wichtig.
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